In ca. 410 wundervollen Kilometern zur Adria

​Der Alpe-Adria-Radweg

Er zählt zu den schönsten und beliebtesten Strecken: Der Alpe-Adria-Radweg. Und dabei ist er in dieser Form noch sehr jung. Erst 2013 wurden alle Streckenabschnitte fertiggestellt. Es kann sogar passieren, dass ein paar Beschilderungen noch nicht ganz komplett sind. Im Idealfall folgen die Radfahrer aber dem blau-grünen Alpe-Adria-Radweg-Logo. Ein gutes Kartenmaterial zusätzlich zur Hand zu haben, schadet sicher nicht.

Verschmelzung von alt Bekanntem und Neuem

Die einzelnen Etappen des Weges kennen begeisterte Radfahrer bereits. Denn die Basis bilden alt bekannte Radwege, wie der Tauernradweg, Salzachradweg, Gailtalradweg sowie der Weg durch das Kanaltal auf der italienischen Seite. In dieser neuen Zusammenführung – von Salzburg bis nach Grado, bildet er ein wunderschönes Ensemble – entlang pittoresker Landschaften, wunderschöner Schlösser und Burgen sowie historischer Ortschaften.

Moderate Höhenmeter

Für die ca. 410 Kilometer planen die meisten Radfahrer zwischen 5 bis 7 Tagen ein. Obwohl man davon ausgehen könnte, dass es viele Höhenmeter zu überwinden gibt – schließlich führt ein Großteil der Strecke durch die Alpen – trügt der Eindruck. Die Strecke verläuft über 2.417 Höhenmeter bergauf und 2.843 Höhenmeter bergab. Man durchquert nur wenige Alpenpässe und die Steigungen bleiben moderat.

Übernachten & stärken

Eine große Auswahl an Hotels, Pensionen, Jugendherbergen und Gasthäusern sorgt davor, dass für jedes Budget die ideale Übernachtungsmöglichkeit vorhanden ist. Gleiches gilt für das leibliche Wohl. Von der ausgezeichneten Küche bis zum einfachen lokalen Gasthof reicht das Speisen- und Getränkeangebot. Sollten Sie über einen Veranstalter buchen, werden zumeist Hotels in der Mittelklasse mit Halbpension gebucht.

Der Streckenverlauf

Der Alpe-Adria-Radweg startet in der Mozartstadt Salzburg. Schon hier könnte man den ersten Stopp einlegen. Denn Sehenswürdigkeiten, wie das Schloss Mirabell, die Festung Hohensalzburg und das Geburtshaus von Wolfgang Amadeus Mozart machen die 150.000 Einwohner zählende Stadt zu einem der beliebtesten Ausflugsziele Österreichs. Jedenfalls führt der Weg von Salzburg weg in Richtung Süden – flussaufwärts der Salzach.

Zunächst überqueren Sie eine Engstelle der Salzach, den Pass Lueg, radeln weiter an Naturschauspielen der Salzach und freuen sich über den flacher werdenden Abschnitt nach der Burg Hohenwerfen. Von dort geht’s weiter zum Ort Schwarzach. Nach diesem erreichen Sie nach vielen kurzen Anstiegen und Abfahrten die Burg Klammstein und fahren munter weiter ins wildromantische Gasteinertal. Vor Bad Gastein müssen Sie kräftig in die Pedale treten – es geht mit 18% bergauf. Der Anblick des 300 m hohen Wasserfalls, der sich im Ort in die Tiefen stürzt entschädigt für den Anstieg. Nach einer Erholungspause geht es weiter nach Böckstein und der ÖBB Tauernschleuse.

Bevor Sie mit der 8,5 km bzw. 11 Minuten langen Zugfahrt nach Mallnitz fahren (Tauernschleuse), könnten Sie auch noch einen Zwischenstopp in Böckstein machen und die Naturidylle genießen.

Der Alpe-Adria-Radweg führt jedenfalls nach der Zugfahrt abwärts entlang des Mölltales bis Möllbrücke. Hier wechseln Sie ins Drautal und folgen der Drau bis nach Spittal. Spittal gehört zu den größeren Ortschaften entlang des Radweges und lockt kulturell mit dem Schloss Porcia und dem Schloss Rothenthum.

Weiter verläuft der Weg entlang des Drautales bis nach Villach. Diese Stadt eignet sich gut für eine Rast, denn hier können Sie historische Gebäude und Denkmäler besichtigen.

Danach führt der Weg weiter bergauf ins Gailtal. Hinter Maglern überqueren Sie die italienische Grenze.

Den eindrucksvollen Bahntrassenradweg erreichen Sie im Wallfahrtsort Camporosso. Ein atemberaubendes Panorama sowie spannende Sehenswürdigkeiten definieren diesen Ort. Der Radweg führt großteils auf der Trasse der alten, stillgelegten Pontebbana-Eisenbahnstrecke – durch das Kanaltal bergab und den Canal del Ferro (Eisental) – über Brücken und beleuchtete Tunnels.

Schließlich erreichen Sie schöne Städte, wie Venzone und Osoppo. Letztere ist bekannt für ihre hübsche Altstadt und dem sakralen Bauwerk Dom Santa Maria Assunta. Danach führt der Radweg weiter nach Udine. Die 100.000 Einwohner zählende Stadt ist bekannt für ihre historische Altstadt und Universität.

Nach Udine erreichen Sie die frühere Festungsstadt Palmanova und Aquileia. Beide Städte sind sehenswert. Palmanova wurde als Planstadt angelegt und besitzt bis heute den typischen sternförmigen Grundriss. Aquileia war eine große Stadt des römischen Reiches. Historische Ausgrabungen und Museen dokumentieren die aufregende Geschichte. Von nun an sind es nur noch 5 km entlang eines Damms bis zur Lagunenstadt Grado. Strände und eine schöne Altstadt erwarten Sie am Ende des Alpe-Adria-Radwegs.

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